Sven's Wortschmiede

Sunday, 25. July 2010

Asler von Thrayn #3

Filed under: Romane — Tags: , — Sven @ 9:39

Asler strich durch die Gassen von Baset. Seine Wächterin blieb ihm dabei immer auf den Fersen. Keine 3 Schritte blieb sie hinter ihm und fasst hatte er das Gefühl er konnte ihren Atem in seinem Nacken spüren, wie das Hecheln eines Jagdhundes. Doch als sie auf den Zirkon-Markt traten, sah Asler seine Chance gekommen.

Der Zirkon-Markt war der größte Bazar der Stadt. Rund um die Uhr boten hier Händler ihre Waren feil. Die Auslagen von Essensständen lockten die Hungrigen mit allen möglichen Speisen. Frittierter Tintenfisch, panierte Heuschrecken, gegrillte Erdwürmer, selbst die berühmte Tholarische Ratte am Spieß konnte man naschen.

Und der Bazar war gut besucht. Die Menschenmengen drückten sich durch die Gassen zwischen den Ständen, so dass kaum ein Vorankommen möglich war. Asler hielt geradewegs auf das engste Menschenknäuel zu und ließ sich verschlucken. Geschickt nutzte er die Lücken zwischen den Menschen aus, um Abstand zu seiner Verfolgerin zu gewinnen.

Finger für Finger wurde der Abstand größer. Und als sie bemerkte, was Asler versuchte, war er bereits gute 5 Schritt vor ihr. Sie brüllte ärgerlich hinter ihm her und versucht wieder aufzuholen. Doch ihre zierliche Statur reichte nicht aus, um sich einen Weg durch die Menge zu bahnen.

Ganz anders bei Asler. Der schwarze Hüne mähte sich einen Weg durch den Tumult. Er stieß und schubste verärgerte Passanten beiseite, bis er schließlich den Zirkon-Markt hinter sich gelassen hatte. Er stahl von einer der unzähligen Wäscheleinen, die in den Gassen hingen, einen Umhang.

Verhüllt eilte er davon und ließ nicht nur seine Verfolgerin, sondern auch auch Achton und die den Moloch Baset hinter sich. Doch selbst als er die Lagunenstadt hinter sich gelassen hatte, spürte er immer noch, dass seine Verfolger nicht so leicht aufgeben würden.

Monday, 19. July 2010

Asler von Thrayn #2

Filed under: Romane — Tags: , — Sven @ 4:46

Die Lustschreie der Huren erschallten über den Rauschkraut vernebelten Gassen von Baset, der Königlichen, nicht nur der größsten, sondern auch der gefährlichsten Stadt der Elfenbeinsteppen. In Baset flossen Wein und Honig, aber auch Gift und Blut. Hier warteten auf den Wagemutigen Reichtum und leidenschaftliche Frauen, aber auch Mord und Verrat.

Asler führte seinen Hengst durch die engen Gassen und Winkel, vorbei an Marktschreiern, Artisten und Bettlern. In der Schmauchgasse ließ er die Menschenmengen hinter sich und bog auf einen Hinterhof. Alte Leute und Waschweiber beäugten ihn sorgsam als er sein Pferd anband und die Stufen zur Residenz des ehrenwerten Achton erklomm. Achton war einer der acht Schattenprinzen, die den Handel zwischen den Stadtstaaten kontrollierten. Warum er in einem bescheidenen Hinterhaus wie diesem lebte, stellte Asler vor ein Rätsel. Welchen Wert hatten all die Reichtümer, wenn man sie nicht gebührend verprassen wollte?

Noch bevor die letzte Stufe erreichte, öffnete sich bereits die schlichte Tür und einer von Achtons Lakaien begrüsste ihn mit dem stummen Nicken eines Zungenlosen. Der Diener führte ihn durch einen Vorraum, in dem einige Schläger Karten spielten, durch einen gekachelten Flur zum Atrium. Sonnenlicht durch den Rauch unzähliger Feuerstellen orange gefärbt sickerte in den Innenhof, in dem sich Dattelpalmen um einen Brunnen reihten. Achton ruhte auf einer Liege im Schatten der Palmen, das seidene Gewand gelöst und ließ sich von einer Sklavin massieren.

„Ah, Asler. Ich habe Euch erwartet. Bequemt euch.“ Der Schattenprinz wies auf die Liege neben ihn.

Asler zögerte nicht. Er löste den schweren Ledermantel, der Oberkörper und Schultern schützte, und ließ sich mit dem Muskelspiel eines Panthers nieder. So gleich eilten weitere Sklavinnen herbei, reichte ihm Datteln und Wein und versorgte seine mürben Knochen mit honigsanften Händen.

„Habt Ihr, was ich begehre?“
„Es wartet an einem sicheren Ort.“
„Ich dachte mir, dass Ihr nicht so dumm seid, es mit hierher zu bringen.“
„Meine Belohnung?“
„Einhundert Silbermünzen liegen für Euch bereit.“
Aslers blaue Augen stroben zornige Funken.
„Zweihundert waren abgemacht.“
„Eine Änderung im Plan.“
Asler spannte die Muskeln an, doch bevor er aufspringen und dem feisten Prinzen alle Knochen brechen konnte. Spürte er die Spitze eines Stiletts in seinem Rücken. Natürlich waren die Sklavinnen des Prinzen keine gewöhnliche Huren, sondern sorgten in vielerlei Hinsicht für die körperliche Unversehrheit ihres Herren.
„Ihr habt recht. Hundert waren es wohl, nicht wahr?“
Achton griff unter seine Liege und zog seinen Geldbeutel hervor. Er wiegte ihn gedankenverloren in der Hand, dann warf er ihn Asler zu.
„Eteta, begleite unseren Gast zu diesem sicheren Ort.“
Eteta erhob sich lauernd wie eine Katze. Der Dolch ruhte immer noch ihrer Hand als sich ihr Blick mit Aslers traf. Der schwarze Krieger überragte die Frau mit den wallenden Locken um mehr als einen Kopf, doch er spürte, dass sie ein würdiger Gegner war.

Sunday, 18. July 2010

Asler von Thrayn #1

Filed under: Romane — Tags: , — Sven @ 19:39

Die Karawane zog träge durch das Tal, das unter einer gnadenlosen Sonne briert. Der Anführer ritt neben der wertvollen Fracht, seine Augen immer auf den Horizont gerichtet, spähend nach Anzeichen nahender Gefahren. Vor ihnen lagen die Lat-Felsen, gewaltige Steinbrocken hernieder geschleudert vom zornigen Gott der Sandstürme. Finstere Geschichten rankten sich um diesen Ort, über Räuber, die sich in den Schatten der Riesen verbargen und den ruhelosen Geistern unzähliger ermordeter Wanderer, die ihnen zum Opfer fielen. Der Anführer gab das Zeichen zum Halt. Die Späher waren noch nicht zurückgekehrt und er wollte die schwerfälligen Lastechsen nicht geradewegs in den Schlund eines Hinterhalts führen.

Er fühlte sich beobachtet und wieder einmal strich sein Blick über die ausgedörrten Hügel am Wegesrand. Seine Augen weiteten sich vor Schrecken als er den einsame Krieger erblickte. Wie ein ebenholzfarbenes Mahnmal ragte er über das Tal, die Sonne spiegelte sich auf seiner Lanze. Ein Kriegsschrei fuhr dem Anführer in das Mark, als der Krieger seinem Hengst die Sporen gab. Das rote Prachttier schoss den Hang hinab mit dem Grollen einer Lawine. Der Anführer schrie Befehle, die seine Männer in Hektik versetzten. Speere wurden gegriffen, Bögen gespannt und noch bevor der schwarze Krieger die Karawane erreichte, schossen die ersten Pfeile durch die Luft. Der Hengst ließ sich nicht von dem Pfeil in seiner Schulter ablenken, schon schoss weiter auf die Feinde seines Herren zu. Der Anführer befahl einen Speerwall, aber die Entschlossenheit des fremden Angreifers hatte Panik unter seinen Männer gesäht.

Nur wenige Speere reckten sich dem Feind entgegen, als der dunkelhäutige Tod die Karawane erreichte. Der Hengst brach durch den undisziplinierten Haufen. Körper wurden wie Blätter durch die Luft geschleudert, wie Käfer unter schweren Hufen zermahlen. Der Krieger sprang von seinem Hengst und landete schwer auf dem Boden. Fast schien es dem Anführer als würde der Boden vor Angst erzittern. Blaue Augen unter einer tätowierten Stirn funkelten ihn.

„Ich bin Asler von Thrayn“, stellte sich der Krieger vor. „Übergebt mir eure wertvolle Fracht und Ihr sollt einen weiteren Morgen erleben.“

Der Anführer zögerte. Die Aufgabe seiner Fracht würde ihn in große Schwierigkeiten mit der Gilde bringen. Schwierigkeiten, die seinen Tod bedeuten könnten. Asler schritt näher, fast schien sein Schatten die Sonne zu verschlucken als er den Anführer am Kragen packte.

„Gnade!“, flehte der Anführer der Karawane. Lieber würde er es mit der Gilde aufnehmen, als bereits jetzt seinen sicheren Tod zu finden. Wie überreifes Obst plumpste der Händler zu Boden als Asler seinen Griff löste. Asler blieb allein zurück als sich die Wachen der Karawane in alle Winde zerstreute.

[BoL] Die Elfenbeinsteppen: Baset

Filed under: Rollenspiel — Tags: , , — Sven @ 19:04

Teil 1 einer Setting-Beschreibung für Barbarians of Lemurai. Vielen Dank an Norbert Matausch, der mich mit seinen Aventurische Abenteuern auf die Idee bracht.


Baset

Baset, auch die Königliche genannt, ist vielleicht nicht die mächtigste, aber doch die einflussreichste der Fünf Städte der Elfenbeinsteppe. Gold regiert die Welt und all die Waren, die sich mit Gold kaufen lassen, fließen durch die Tore Basets. Der bronzene Koloss ist das Geheimnis hinter dem Erfolg der Stadt, der mit seinem Leuchtfeuer den schwerbeladenen Handelsschiffen den einzigen Weg durch die tückischen Korallenriffen vor der Küste weißt.

Baset ist ein Sündenpfuhl, über dessen Rauschkraut vernebelten Gassen tags wie nachts das Gezeter der Händler und die Lustschreie der Huren erschallen. Offiziell wird die Stadt von einem Bürgerrat regiert, doch die eigentlichen Fäden ziehen die acht Schattenprinzen, die den gesamten Handel zwischen Rasul und Cerrod kontrollieren.

Stärken

Lage: Baset hat den einzigen Hafen, der von größeren Schiffen erreicht werden kann. Dieser Umstand gibt der Stadt ihr Handelsmonopol.

Schwächen

Verteidigung: Baset ist eine Stadt des Handels, keine des Krieges. Die Bürgermiliz ist klein und selbst für Baseter Verhältnisse korrupt, so dass die Schattenprinzen um jeden Preis eine militärische Konfrontation zu vermeiden suchen.

Gelegenheiten

Zerstrittene Stadt: Niemand traut einem Baseter, erst recht kein anderer. Daher wird die Stadt von unzähligen Konflikten zwischen Familien, Händlern, Gilden und natürlich den Schattenprinzen gespalten. Konflikte, die einen schier endlosen Bedarf nach auswärtigen Handlangern schüren.

Sklavengruben: Der Kampf auf Leben und Tod ist in kaum einer Stadt beliebter als in Baset. Die Arena kann der Anfang einer glorreichen Karriere sein oder ein langsamer Tod.

Sunday, 7. March 2010

One Roll Engine Toolkit

Filed under: Rollenspiel — Tags: , — Sven @ 10:33

Sicherlich für den einen oder anderen interessant. Eine Kompilation der gesamten ORE-Regeln mit Erlaubnis von Greg Stolze.

Thursday, 4. February 2010

Spaß im Spiel

Filed under: Rollenspiel — Sven @ 14:03

Ein exzellenter Artikel über Spaßquellen im Spiel: http://ludusmechanicus.wordpress.com/2009/12/21/der-spas-im-spiel-have-fun/#_ftn2

Thursday, 14. January 2010

Selbsternannter Preussen-Titan wirft Handtuch

Filed under: Rollenspiel — Tags: — Sven @ 11:17

Nachdem bekannt wurde, dass auch Forge-Rollenspiele ARS seinen können, ist der berüchtigte “Titan der Wahrheit” Settembrini überraschend zurückgetreten. Settis Begründung: Weil er sich von den Rollenspielern angewidert fühlt! “Tschüß Dumm-Rollos. Ihr widert mich an.” Da fragt man sich: Was wird aus dem Hobby ohne den Preussen-Papst werden?

Saturday, 9. January 2010

Samurai Star Saga – Design Notes: Real Robot vs. Super Robot

Filed under: Rollenspiel — Tags: , , , — Sven @ 13:15

Bevor es endlich weiter geht mit Samurai Star Saga, ein kleiner Ausflug in die Welt der Mecha-Anime. Wen das nicht interessiert sollte zur vierten Überschrift vorscrollen, unter der ich die Überlegungen für Samurai Star Saga konkretisiere.

Um das Genre zu verstehen, ist es wichtig, eine wichtige Unterscheidung in der Herangehensweise an das Thema zu verstehen, die sich in den beiden Subgenres Super Robot und Real Robot widerspiegelt.

Super Robot

Seinen Ursprung hatten Mecha als Zeichentrickserien, die zu Spielzeugserien gedreht wurden. Hier traten die Mecha als gewaltige Kampfmaschinen auf, die in Superheldenmanier jede Woche gegen einen neuen Bösewicht antraten.

Jede Folge bestand dabei meist aus zwei Komponenten:

Einerseits einem Teil, der sich um die Piloten und ihre persönlichen Problemen drehte. Freundschaftsprobleme, Probleme mit Eltern, Lehrern oder Mitschülern (bei jugendlichen Helden) und ähnliches wurden behandelt. Auch die im Westen heißgeliebten Mechaserie Saber Rider hat ein solches Format, bei der die Helden neben der Bekämpfung des neuesten Outriders auch immer eine menschliche Dimension haben, die für den Erfolg solcher Serien recht wichtig ist.

Andererseits haben wir dann natürlich den Teil in dem der oder die Kampfroboter in Aktion treten. Wichtig war dabei eine dynamische, actionreiche Inszenierung des Kampfes, um das meist recht junge Publikum (5-15) bei der Stange zu halten. Daher haben Super-Robot-Serien einen Hang zu Nahkämpfen. Fernwaffen existieren zwar, aber benötigen entweder lange Zeit bis sie eingesetzt werden können oder prallen wirkungslos am Gegner ab.

Real Robot

Mit der Serie Gundam wagte sich allerdings ein Produzent an ein neues Format. Gundam richtete sich an ein älteres Publikum, daher sind die Geschichten anspruchsvoller und auch die Mecha sind nicht nur einfach strahlende Ritter und finstere Bösewichte in groß. Statt dessen werden Mecha hier als gewöhnliche, in Masse produzierte Kriegsmaschinen verstanden, anders als die oft Unikate der Super-Robot-Verwandten. Es werden Fernwaffen bevorzugt. Mecha gehen daher mit Raketenwerfern, Maschinengewehren und Panzergeschützen aufeinander los, anstatt sich mit Schwertern zu bekämpfen.

Zwar werden immer noch bestimmte Eingeständnisse an die Filmdramatik gemacht, so dass Gefecht nicht auf Dutzende von Kilometern durchgeführt werden, aber im Großen und Ganzen versucht man schon es “realistisch” zu halten.

Am Rande: BattleTech ist im Übrigen eine typische Geburt des Real-Robot-Subgenre. Inklusiver der unrealistischen Waffenreichweiten.

Real Super Robots?

Nach der Erscheinung von Neon Genesis Evangelion wurde immer wieder behauptet, dass es nun ein drittes Subgenre gäbe, in dem Super und Real Robots verschmelzen würden. Ich teile diese Meinung allerdings nicht. Zwar fehlt NGE die übliche Überdrehtheit der typischen Samstagmorgen-Zeichentrickserien und auch richtet sich der Plotteil mit seiner teenage angst und dem ganzen mythologischen Geschrubbel an ein älteres Publikum, doch im Kern handelt es sich immer noch um eine Super-Robot-Serie, mit vielen Nahkämpfen und Super-Fernwaffen, die so mächtig sind, dass sie nur einmal abgefeuert werden können.

Samurai Star Saga – Real or Super?

Die Überlegungen, wie die Mecha nun konkret in Samurai Star Saga integriert werden sollen, hat mich seit Anfang dieses Projekts umhergetrieben. Ein Knackpunkt war und ist dabei, dass sich die Entwickler von L5R nie so recht entscheiden wollten, was die Samurai denn nun sein sollten.

An einigen Stellen werden sie als die kleine, militarisierte Elite von Rokugan dargestellt. Auf der anderen Seite gibt es aber wiederum riesige Samuraiheere, die dann aber wieder von einer einzelnen Gruppe von Samurai aufgehalten werden, wobei Anfangs-Spielercharaktere aber wiederum Angst vor jedem Goblin haben müssen.

Nun ja, es ist das altbekannte Rollenspielphänomen und ich bin mir auch nicht so recht sicher, ob und wenn wie ich mich dabei ni dieser Adaption festlegen werde, da ich sie möglichst offen jede interessierte L5R-Gruppe halten möchte, ich aber leider nicht weiß, in welcher Position die Samurai gesehen werden. Wahrscheinlich spiegelt die Unentschlossenheit der Autoren nur die Vielfalt der Spielerschaft wieder und umgekehrt.

Ich habe mich daher für folgende Lösung entschieden:

  • Die Schulen verbleiben als Teil der Charaktere, auch Ahnen können weiterhin für Charaktere gekauft werden.
  • Mecha werden als Pakete gebaut, die Modifikatoren auf Attribute geben und die mit Vor- und Nachteilen versehen werden können.
  • Mecha können im Spiel modifiziert werden, was sich durch das Steigern von Attributsmodifikatoren und den Kauf von Vorteilen ausdrückt. Da diese aber nur für die Mecha gelten, wird es einen Rabatt geben.

Sunday, 3. January 2010

Golem Battle Saga

Filed under: Rollenspiel — Tags: , , — Sven @ 17:00

Dem Königreich von Altroire steht seine schwerste Stunde bevor. Wie in einer uralten Prophezeiung offenbart, erheben sich nach 1000-jähriger Ruhe die Kreaturen der Unterwelt. Heerscharen von Dämonen rücken gegen das Königreich vor und obwohl die Königliche Legion mit aller Kraft versucht das Vorrücken des Feindes zu stoppen, scheint dieses Unterfangen zum Scheitern verurteilt zu haben. Mehr und mehr treue Soldaten finden auf den Schlachtfeldern den Tod in einem erbitterten Rückzugsgefecht gegen magisch weitüberlegene Gegner.

Fast scheint es so, als wäre das Ende von Altroire gekommen, doch dann gelingt ein wagemutiges Experiment der Mechanici-Gilde: Der erste gewaltige Kriegsgolem rückt aus, um die Dämonen niederzuringen und schafft es einen ersten Sieg zu erringen.

Golem-Ritter

Die Spieler spielen Golem-Ritter, wagemutige Soldaten, die einen haushohen Golem auf dem Schlachtfeld steuern. Die Golems und ihre Ritter sind die einzige Hoffnung auf Rettung für das Königreich Altroire in einer Welt, in der Magie vor allem eine Sache von Dämonen und Alchemisten ist.

Saturday, 2. January 2010

Menace of the Red Star: Stop Communism!

Filed under: Rollenspiel — Tags: , , , — Sven @ 12:51

Eine Settingidee zu einem Kalten Krieg ohne Atombombe.

1962

Da Japan nicht durch die Atombombenabwürfe zur Aufgabe gezwungen wurde, musste es in einem langwierigen Landkrieg erobert werden. In der Folge ist Japan, wie Deutschland und das gerade umkämpfte Korea, in ein kommunistisches und ein demokratisches Gebiet zweigeteilt. So wie das geteilte Deutschland als Bollwerk angesehen wird, dass das freie Westeuropa beschützt, so gilt das geteilte Japan, als umkämpfte letzte Bastion vor dem Einfall der Kommunisten in Amerika. Diese Situation führt auch zu einer Stärkung der chinesischen Exilregierung in Taiwan, die offen von den Alliierten unterstützt wird, und es schafft Teil von Festlandchina zurückzuerobern.

Da die Atomkraft nicht gebändigt wurde, ist der Kalte Krieg weit hitziger als historisch belegt. An vielen Fronten belauern sich die Alliierten und die Sowjets. Und ohne die Abschreckung durch die nukleare Bedrohung wagen die Großmächten und ihre Verbündeten öfters den Versuch politische Probleme mit militärischen Mitteln zu lösen. So liegt es allein an der Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung, dass der Kalte Krieg bisher noch nicht zum Dritten Weltkrieg eskaliert ist.

Die Notwendigkeit große Truppenkontingente zu unterhalten und auch der nur schleppende Wiederaufstieg von Westdeutschland und Südjapan bremsen außerdem nicht nur die technologische Entwicklung, sondern auch den Wandel der westlichen Nationen zu Zivilgesellschaften.

Das Jahr 1962 im Setting von MoRS ist daher auch auf der westlichen Seite des Eisernen Vorhangs weit stärker als der historische Kalte Krieg von Versorgungsengpässen und zunehmender Kriegspropaganda geprägt.

Corestory

Als Corestory bietet sich vor dem Hintergrund von MoRS vor allem Gruppenkonzepte an, die sich um Kommandounternehmen und Geheimdienstaktivitäten drehen. Ohne die Bedrohung durch die Atombombe sind diese Aktivitäten auch weit aggressiver, als oft porträtiert. Geheimagenten sind keine Gentleman-Killer à la James Bond, sondern harte Kommandosoldaten, die bei Nacht und Nebel feindliche Installationen angreifen, um den Würgegriff des Kommunismus abzuschütteln.

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