Sven's Wortschmiede

Saturday, 25. February 2006

Thinking about acting

Filed under: Rollenspiel — Sven @ 11:34

Robin hat wieder mal einen sehr hübschen Beitrag zum Thema Rollenspiel geschrieben. Diesmal geht es darum, warum Pen&Paper Rollenspiele so schrecklich beliebt bei schlauen Leuten sind. Und nein die Antwort heißt nicht Creative Agenda.

The Mission - Johnnie To

Filed under: Film — Sven @ 11:15

The Mission - Poster Es passiert selten, dass ein Film mich dauerhaft in seinen Bann zu ziehen kann. Einer dieser Filme befindet sich nun mehr seit etwas über einem Jahr in meinem Besitz: Johnnie Tos The Mission (Cheung Fo). Ein exzellenter Triadenfilm, der mit den Konventionen des Genres spielt, wie kein anderer.

Natürlich geht es um Ehre, natürlich gibt es Shoot-Outs und natürlich spielt auch Freundschaft eine essentielle Rolle. Während aber die meisten Triadenfilme ihre Spannung aus der Ästhetik der Bewegung ziehen, spielt Johnnie To ganz andere Seiten an.

Die Charaktere sind überaus menschlich - keine unnahbaren, super coolen Gangster, sondern Menschen mit Problemen und Macken. Entsprechend kommt der Film weit realistischer rüber, als die meisten HK-Filme, was zusätzlich noch durch die exzellente Besetzung (Anthony Wong, Francis Ng, Simon Yam) unterstrichen wird.

The Mission - Mall Shoot Out Ein weiteres Highlight des Films, man muss es schon geradezu ein Markenzeichen nennen, sind die Feuergefechte. Man kennt ja das übliche Wirework und Schnittstakkato der HK-Filme, doch Johnnie To schlägt in seinem Film andere Töne an. Die Gefecht sind realistisch gehalten und ziehen ihren Reiz gerade aus ihrer Statik. Kernstück ist dabei ein Feuergefecht in einem Einkaufszentrum. Die meiste Zeit stehen die Gegner nur herum und belauern einander - nur sporadisch erklingt ein Schuss, dessen Widerhall wunderbar vom Regisseur eingefangen wurde. Was auf den ersten Blick langweilig klingt, ist eine der coolsten Kampfszenen, die es jemals auf die Leinwand geschafft hat.

Gekrönt wird der ganze Film mit einem wunderbaren Ende, dass noch einmal die Essenz des Genres abstrahiert und erfrischend offen bleibt.

Wer einmal einen Triadenfilm sehen will, der die Grenzen des Genres neu definiert, der sollte sich unbedingt nach The Mission umsehen.

Wednesday, 15. February 2006

Valentinstag

Filed under: Allgemeines — Sven @ 14:08

Ich war gestern wieder mal schrecklich kreativ und habe meiner Freundin ein Kochbuch geschenkt. Klingt nicht besonders, da meine Freundin aber Kochbücher über alles liebt und sammelt, was es ein voller Erfolg.

Dabei ist mir allerdings wieder einmal bewusst geworden, wie Mode abhängig doch das Kochbuchgenre ist. Man probiere einfach einmal heutzutage ein Kochbuch zu finden, dass sich nicht mit europäischer oder asiatischer Küche befasst. So war es mir nur äußerst schwerlich möglich ein Kochbuch über Mexikanische Küche (nicht Tex-Mex) zu finden.

Aber dafür war der Lohn um so größer. :)

Sunday, 12. February 2006

Sie schmecken nach Grapefruit

Filed under: Quiz — Sven @ 11:47

Mm, Grapefruit! Sie sind etwas ganz besonderes, denn Sie sind gleichzeitig süß und sauer, strotzen vor sonnigem Gemüt und sind doch frech und erfrischend. Aber Vorsicht, denn Ihre guten Seiten halten Sie zuweilen versteckt! Gibt man Ihnen Zucker (oder auch Geschenke, Lob und kleine Aufmerksamkeiten), so zeigt sich Ihre natürliche Süße. Wenn es drauf ankommt, dann umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihnen an Kraft und Unabhängigkeit ebenbürtig sind. Und diese Menschen zu finden, ist für Sie kein Problem, denn solche Personen fühlen sich zu Ihnen hingezogen. Sie sind angenehm sauer und ein wenig exotisch – ein wahrer Leckerbissen!

Und schmeckst du?

Thursday, 9. February 2006

Hirnhackende Wespen

Filed under: Allgemeines — Sven @ 18:56

Parasitäre Wespen sind ja ein alter Hut, doch es gibt eine interessante Spielart. Es gibt eine Wespenspezies Ampulex compressa, die ihren zukünftigen Wirt (eine Kakerlake) präziser Hirnchirurgie unterzieht, um diesen in einen Kakerlakenzombie zu verwandeln.

Gefunden bei: Robin D. Laws

Tuesday, 7. February 2006

Sehr nettes VG

Filed under: Allgemeines — Sven @ 19:44

Ich hatte heute wirklich mal ein sehr nettes Vorstellungsgespräch, bei dem ich mir zum ersten Mal nach Jahren wirklich als Mensch, und nicht wie ein Gaul auf dem Pferdemarkt, behandelt vorkam. Erfreulicherweise verlief es auch sehr positiv und ich bin gespannt, was sich nun daraus entwickelt. :)

Sunday, 5. February 2006

Formosa Li Ensemble

Filed under: Allgemeines — Sven @ 19:57

Gestern abend waren meine Freundin und ich in einem Konzert des Formosa Li Ensembles. Formosa Li spezialisieren sich in europäische Klassik und bearbeitete asiatische Volkslieder. So wurde sie angepriesen als Ensemble, das “seine ursprüngliche Herkunft und Identität zeigt”.

Leider blieb die Wirklichkeit, aber hinter diesem Werbetext zurück. Was uns erwartete waren Werke von Ravel, Gounod, Brahms und Grieg, die zwar technisch gut umgesetzt wurden, bei denen aber eindeutig die Leidschaften fehlte. Nun ist das ein typischer Zug asiatischer Künstler, der mich nicht weiter verwunderte, allerdings schreckte mich die eigenwillige Inszenierung der Sängerin Lily Li ab. Frau Li, die wohl ein ausgebildeter Opernsopran ist, gab ihr bestes um mit der Kraft und Intensität ihrer Stimme zu imponieren.

Leider blieb dabei aber der Sinngehalt der aufgeführten Stücke völlig auf der Strecke. Das Ave Maria war übertrieben wehleidig. Ravels Ronsard à son áme etwas missraten. Bei Gounods Sérénade musste ich mir die Frage stellen, ob der liebe Charles wirklich Wagners Walkürenritt im Ohr hatte.

Aber Brahms Geistliches Wiegenlied übertraf alles. Es ist weder geistlich noch beschaulich, wenn die Sängerin “wann schlafet ihr” schmettert, als würde sie zur Götterdämmerung aufrufen. Für mich zuviel.

Eine eindrucksvolle, wenn auch von einigen Peinlichkeiten begleitete, Sonate für Klavier und Violine konnte zwar meine Laune etwas retten, aber dennoch sah ich mich gezwungen in der Pause zu gehen. Ich hätte kaum die kompletten Hermit Songs von Samuel Barber, vorgetragen von den himmlischen Heerscharen der Asen, ertragen. Und nach der Flucht weiterer Zuschauer zu urteilen, schien ging es nicht nur mir so zu gehen.

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