Georgios hat in seinem Blog zum Thema Verschiedene Spielweisen im Rollenspiel meiner Meinung nach einen der besten Beiträge im Bereich Rollenspieltheorie der letzten Monate geliefert. Wirklich lesenswert und hat mich an etwas aus meiner Schulzeit erinnert.
Damals, vor meiner Rollenspielzeit, mochte ich es schon in fremde Welten einzutauchen und diese zu erkunden. Computerspiele wie Metroid, Castlevania, Icarus, Bard’s Tale standen bei mir ganz hoch in der Gunst. Doch ich mochte es auch kooperativ Welten zu erschaffen. Vor einer Weile erinnerte ich mich an langweilige Schulstunden, die ich vergnüglich mit meinem damals besten Freund Robert (mit dem ich mich leider später auf sehr unglückliche Art und Weise für immer zerstritt) verbrachte.
Während andere Kinder Käsekästchen spielten, hatten wir dieses weiterentwickelt. Mit Buntstiften und viel Fantasie entstanden auf karierten A4-Papier ganze Welten. Jedes Kästchen entsprach einem nun ja heute würde ich wohl Bereich oder besser Screen nennen.
Da gab es lange Gänge, Räume mit schwingenden Beilen, Lava, Wasserfälle und unterirdische Flüsse. Nun ja, es soll klar sein in welche Richtung es ging. Am Ende einer solchen langweiligen Doppelstunde war auf einem A4-Blatt ein Megadungeon mit gut 2000 Räumen entstand.
Der besondere Spaß dabei war die Verknüpfung von Exploration und Creation. Abwechselnd malten Robert und ich ein neues Kästchen aus. Soweit ich mich erinnere, durfte immer nur angrenzend zu schon ausgemalten Kästchen weitergemalt werden. Und natürlich versuchte wir mal uns die Bälle zuzuwerfen und mal uns gegenseitig zu übertrumpfen.
Es war ein wirklicher Spaß und ich frage mich retrospektiv, ob und wenn wie man diesen Schaffensprozess auf das Spiel übertragen könnte.
Ich handhabe es oft in meinem Spiel, dass die Spieler auf eine gewisse Art und Weise empowert sind. Wenn sie eine interessante Idee ins Spiel einbringen, implementiere ich ihn oft als Fakt und baue auf dessen Grundlage weiter auf. Ist dieses Prinzip vergleichbar?
Ich bin mir nciht sicher, denn ein Problem mit diesen Ideen/Fakten ist, dass sie innerhalb der Geschichte generiert werden, damals hben Robert und ich aber wie im Godgame über der Karte gehangen und aus der Metaebene heraus eine Welt erschaffen, die uns allein durch die Vielfalt an möglichen Geschichten zu begeistern wusste, die sie uns eröffnete.




























