Tja, da haben wir es in mühevoller Arbeit geschafft, dass gutes Rollenspiel nicht immer gleich in den Köpfen der Rollenspieler Forge/Indie sein muss, da macht sich das nächste Mem breit. Nun ist alles, was im Rollenspiel Gut und Recht ist Sandkasten. Man könnte auch ARS sagen, vielleicht auch Oldschool, da eh keiner genau weiß, was was ist. Sicherlich auch, weil ein charismatischer Anführer wie Ron Edwards fehlt, der mit langen schwaffligen Texten, sein Klientel umgarnt.
Aber nun ja. natürlich ist es Unsinn, dass Rollenspiel irgendwie automatisch Gut wird, wenn man es in den Sandkasten verlegt. Dies soll nun absolut nicht den Umstand kleinreden, dass ein ergebnisoffenes Spiel keinen Spaß machen kann. Nur, gab es das nicht auch schon bevor jemand den Sandkasten aufbaute? Nun, ich vermute Kinder haben auch schon vorher im Dreck gespielt, bevor ein unbekannter Erfinder auf die geniale Idee kam, den Dreck der Straße für feine Kinder durch eine Holzkiste mit feinem Sand zu ersetzen.
Und so gab es natürlich alles was Sandkasten propagiert, Ergebnisoffenheit, spielergelenktes Spiel, schon vorher. Und auch in dem gerne verhassten plotzentriertem Rollenspiel gab es immer auch Sandkästen, nur wie in einem vernünftigen Garten, gehört der Sand in den Kasten und nicht in Vatterns Rosensträucher.
Denn ganz offen gesagt, gab es einen Grund warum die Leute Anfang der 90er Bock auf mehr, eben Plot, hatten. Dies liegt natürlich schon lange zurück, dass sich kaum noch ein Schwein daran erinnern mag, die einen, weil sie alt und senil werden, die anderen, weil sie da noch im echten Sandkasten gespielt haben.
Doch ob der ganzen Vergessenskultur sollte man im Auge behalten: Die Abwechslung machts!